China schafft die Mehrwertsteuerrückerstattung für Stahlexporte ab und senkt die Zölle auf Rohstoffimporte auf null.

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Kaltgewalztes Stahlblech, feuerverzinktes Blech und schmale Bänder standen ebenfalls auf der Liste der Produkte, für die der Rabatt gestrichen wurde.

Die Maßnahme zur Eindämmung von Stahlexporten und zur Lockerung der Einfuhrbestimmungen für Rohstoffe für die Stahlherstellung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Chinas Rohstahlproduktion im April den zweithöchsten Stand in der Geschichte erreichte, trotz der in den Stahlzentren Tangshan und Handan in der Provinz Hebei angeordneten Produktionskürzungen, und als die Preise für per Schiff transportiertes Eisenerz ein Rekordhoch erreichten.

„Die Maßnahmen werden die Importkosten senken, die Einfuhr von Eisen- und Stahlrohstoffen ausweiten und den heimischen Rohstahldruck verringern. Sie lenken die Stahlindustrie in Richtung einer Reduzierung des Gesamtenergieverbrauchs und fördern die Transformation und qualitative Entwicklung der Stahlindustrie“, so das Ministerium.

Chinas Rohstahlproduktion belief sich vom 11. bis 20. April auf insgesamt 3,045 Millionen Tonnen pro Tag. Dies entspricht einem Anstieg von rund 4 % gegenüber Anfang April und 17 % im Vergleich zum Vorjahr, wie der chinesische Eisen- und Stahlverband schätzt. Die Spotpreise für per Schiff transportiertes Eisenerzfeinmaterial mit einem Eisengehalt von 62 % erreichten am 27. April 193,85 US-Dollar pro Tonne CFR China, wie aus dem von S&P Global Platts veröffentlichten Referenzindex IODEX hervorgeht.

China exportierte 2020 53,67 Millionen Tonnen Stahlprodukte, wobei warmgewalzter Stahl und Walzdraht zu den wichtigsten Stahlsorten zählten. Die Rabatte für kaltgewalzte und feuerverzinkte Stahlcoils wurden nicht abgeschafft, vermutlich weil diese als höherwertige Produkte galten. Marktteilnehmer äußerten jedoch die Vermutung, dass diese Rabatte in einer späteren Ankündigung reduziert werden könnten.

Gleichzeitig erhöhte China die Ausfuhrzölle auf hochsiliziumhaltigen Stahl, Ferrochrom und Gusseisen von 20 %, 15 % bzw. 10 % auf 25 %, 20 % bzw. 15 %. Die Erhöhung trat am 1. Mai in Kraft.


Veröffentlichungsdatum: 29. April 2021